Was ist „Demenz" überhaupt?

Zunächst sind mehrere unterschiedliche Demenzerkrankungen zu unterscheiden. Wir führen hier nur beispielhaft die häufigsten auf:
Demenz ist erst einmal der Oberbegriff für die Erkrankungsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen. Diese führen dann dazu, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können.
Der Begriff Demenz ist international im ICD 10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision) einheitlich definiert.
Alzheimer-Demenz
Die häufigste Form der Demenzerkrankungen ist die Alzheimer-Demenz ("der Alzheimer"). Bei rund 60 % aller Demenzen liegt eine Alzheimer-Demenz zugrunde. Bei dieser Krankheit gehen in bestimmten Bereichen des Gehirns durch Störungen des Gleichgewichts des Botenstoffs Glutamat Nervenzellen zugrunde. Man spricht auch von einer neurodegenerativen Demenz.
Vaskuläre Demenz
Die vaskuläre Demenz kann aufgrund von Durchblutungsstörungen entstehen. Sie kann auch als Folge eines Schlaganfalls auftreten.
Sekundäre Demenz
Sekundäre Demenz wird durch nicht-hirnorganische Grunderkrankungen hervorgerufen. Bei erfolgreicher Behandlung der Grunderkrankungen können sich die Gedächtnisstörungen zurückbilden. Ursachen für eine sekundäre Demenz können z.B. Stoffwechselstörungen, Schilddrüsenerkrankungen oder ein Mangel an Vitamin B12, Alkoholismus oder andere chronische Vergiftungen und Infektionskrankheiten wie Hirnhautentzündungen, AIDS oder die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit sein.