Projekte

2018:

Die Stiftung hat sich entschieden in 2018 kein Forschungsprojekt zu unterstützen.
Stattdessen wird die Fördersumme vorgetragen und in 2019 auf EUR 30.000 erhöht.
Hierzu wird es eine entsprechende Ausschreibung geben.

2017:

In 2017 fördern wir auch wieder ein Projekt mit EUR 15.000.

Hierzu gab es ein Ausschreibungsverfahren bei der Uniklinik Köln.
Es haben zwei Bewerbungen vorgelegen und am 30.03.2017 hat der Vorstand gemeinsam beschlossen, folgendes Projekt zu fördern:

Einfluss von Cortisol auf die funktionelle Konnektivität neutraler Netzwerke bei Alzheimer-Patienten.

Univ. Prof. Dr. med. Juraj Kukolja

HINTERGRUND
Die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Serum ist bei Alzheimer-Patienten im Vergleich zu gesunden Menschen im Durchschnitt erhöht und wird auf eine krankheitsbedingte Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse zurückgeführt. Dauerhaft erhöhte Cortisol-Konzentrationen erhöhen selbst das Risiko, an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken und führen über eine Interaktion mit Mineralo- und Glucocorticoid-Rezeptoren in Nervenzellen zu Defiziten in Kognition und Gedächtnis.

Der Zusammenhang der Cortisol-Konzentration mit Veränderungen der Funktion neuraler Netzwerke bei der Alzheimer-Erkrankung ist kaum untersucht. Allerdings ist gut untersucht, dass die Integrität dieser Netzwerke im Verlauf der Alzheimer-Erkrankung zugrunde geht. Bislang ist unbekannt, ob erhöhte Cortisolspiegel aufgrund des direkten Einflusses auf neurale Funktion zum Zusammenbruch funktioneller Netzwerke bei Alzheimer-Patienten beitragen. Ein solcher Zusammenhang ist allerdings plausibel. Seine Charakterisierung soll eine Verbesserung der Diagnostik ermöglichen und einen neuen Ansatzpunkt für therapeutische Optionen bieten.

ZIEL DER STUDIE
Mittels funktioneller Magnetresonanztomographie wurde die Hirnaktivität von gesunden Älteren und Alzheimer-Patienten gemessen. In der aktuellen Studie soll der Einfluss der Cortisol-Konzentration im Serum auf die Konnektivität von neuralen Netzwerken und auf die Gedächtnisleistung bei gesunden Älteren und Alzheimer-Patienten untersucht werden. Insbesondere soll geprüft werden, ob der Cortisol-Effekt die Gedächtnisleistung über die Alzheimer-bedingte Atrophie des Gehirns hinaus erklärt.

ZWISCHENBERICHT DER STUDIE - November 2017

Bisher wurden die Daten von 113 Probanden (gesunde alte Kontrollprobanden, gesunde junge Kontrollprobanden, Patienten mit subjektiven Gedächtnisbeschwerden sowie Patienten mit Alzheimer-Erkrankung) aus der COPCAD-Studie vorverarbeitet und erste Analysen gestartet.

Große Sorgfalt wird dabei auf Qualitätskontrollen und Beseitigung von Artefakten (z.B. durch Kopfbewegung oder Gefäßpulsation) gelegt.

Fokus der Analysen ist die funktionelle Konnektivität des Hippocampus mit neokortikalen Netzwerken. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Konnektivität zwischen dem Hippocampus und anderen, für das Gedächtnis wichtigen Arealen (Hippocampus der Gegenseite, Precuneus, lateraler inferiorer Parietallappen) in unserem Kollektiv sowohl bei Alzheimer-Patienten im Vergleich zu gesunden alten Probanden als auch bei gesunden alten Probanden im Vergleich zu gesunden jungen Probanden reduziert ist. Dabei zeigte sich, dass Alzheimer-Patienten im Vergleich zu gesunden alten Probanden signifikant erhöhte Serum-Kortisolspiegel hatten.
Den gesamten Zwischenbericht können Sie hier einsehen.

 

2016:

Auch im Jahre 2016 fördern wir ein Projekt mit EUR 15.000.

Hierzu gab es ein Ausschreibungsverfahren bei der Uniklinik Köln.
Es gab zwei Bewerbungen und am 22.03.2016 hat der Vorstand gemeinsam beschlossen, folgendes Projekt zu fördern:

Kognitives Training mit sensorischer Stimulation bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz - eine Bildgebungs- und Verhaltensstudie an der Uniklinik Köln.

Priv.-Doz. Dr. med. Özgür A. Onur

Kognitives Training für gesunde ältere Menschen sowie Menschen mit leichter kognitiver Störung als mögliche Vorstufe einer Demenz vom Alzheimer-Typ findet immer größere Verbreitung. Die Zahl der Studien, die untersuchen, wie effektiv solche Programme sind, steigt stetig. Deutlich weniger Angebote und Studien gibt es allerdings für Patienten mit einer manifesten Demenz, wenn auch die Zahl der Betroffenen groß ist und davon auszugehen ist, dass auch diese Patientengruppe von solchen Interventionen profitieren könnte. Das zur Förderung beantragte Projekt soll dazu beitragen, diese Lücke zu schließen.

Vor dem Training, direkt nach dem Training und acht Wochen danach werden 15 Teilnehmer einer neuropsychologischen Untersuchung sowie einer MRT-Untersuchung unterzogen, um durch das Training bedingte Veränderungen zu erfassen.

Als Kontrollgruppe dient eine zweite Gruppe von ebenfalls 15 Patienten, die das Training erst zu einem späteren Zeitpunkt durchlaufen werden. Es soll untersucht werden, welche Effekte das Training hat und ob Verhaltensparameter und Bildgebungsdaten korrelieren.

ZWISCHENBERICHT DER STUDIE - Dezember 2017

Die Fördermittel haben zur Etablierung des Projekts in höchstem Maße beigetragen. Es war möglich, das Projekt um EEG-Messungen noch zu erweitern. Parallel dazu
konnten bereits erhobenen Datensätze ausgewertet werden und zeigen, dass sich durch Kognitives Training die Konnektivität verschiedener Regionen
verändern lässt und diese Veränderungen einhergehen mit besseren kognitiven und mnestischen Leistungen.
Den gesamten Zwischenbericht finden Sie hier.  

 

2015:

Wir freuen uns, dass wir im Jahre 2015 ein Projekt mit EUR 15.000 unterstützen können.

Hierzu gab es ein Ausschreibungsverfahren bei der Uniklinik Köln.
Es haben zwei Bewerbungen vorgelegen und am 04.03.2015 hat der Vorstand gemeinsam beschlossen, folgendes Projekt zu fördern:

Pilotstudie zur Etablierung der Tau PET-Bildgebung bei den Demenzerkrankungen an der Uniklinik Köln.

Prof. Dr. Alexander Drzezga, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Uniklinik Köln

Krankhafte Ablagerungen des sog. Amyloid-Eiweißes (sog. Amyloid-Plaques) sowie des Tau-Eiweißes (sog. „Tangles") im Gehirn gehören zu den Kernmerkmalen der Alzheimer-Erkrankung und werden mit dieser ursächlich in Verbindung gebracht.
Bis vor einiger Zeit war der sichere Nachweis der Alzheimer-Erkrankung erst nach dem Tode durch den mikroskopischen Nachweis dieser Veränderungen im Gehirngewebe möglich. Seit einiger Zeit ist es mittels der sogenannten molekularen Bildgebung mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) erstmals möglich diese Ablagerungen beim lebenden Menschen nicht-invasiv nachzuweisen.
Nach der erfolgreichen Etablierung der Amyloid-Bildgebung stehen nun seit neuestem auch erste Tracer (Spürsubstanzen) für die PET-Bildgebung der Tau-Ablagerungen zur Verfügung.
Die „Tau-PET Bildgebung" stellt aktuell eines der modernsten diagnostischen bildgebenden Verfahren dar und könnte nicht nur das Verständnis der Alzheimer-Erkrankung vertiefen, sondern auch die Diagnose der Demenzerkrankungen optimieren.
Mit Hilfe einer Förderung durch die Brandau-Laibach-Stiftung soll an der Klinik für Nuklearmedizin der Uniklinik Köln eine erste Pilotstudie mit Patienten in unterschiedlichen Stadien der Alzheimer-Erkrankung durchgeführt werden, um dieses vielversprechende Verfahren frühzeitig am Standort der Uniklinik Köln zu etablieren.
Die Förderung könnte dadurch die Uniklinik Köln in dem Bestreben unterstützen sich mittelfristig unter den in diesem Bereich international führenden Gruppen zu platzieren.

Die Ergebnisse dieser Studie:
Zusammenfassend, haben die Fördermittel der Brandau-Laibach Stiftung zur Etablierung der innovativen Tau-PET Bildgebung an der Uniklinik Köln beigetragen die es uns ermöglichten das Potential der Tau-Bildgebung zu untersuchen. Unsere Forschungsergebnisse zeigen den wichtigen und gewinnbringenden Einsatz der Tau-Bildgebung, der sich nicht nur in der Verbesserung der Differentialdiagnostik bei unterschiedlichen Präsentationen der Alzheimer-Erkrankung als wichtig herausgestellt hat, sondern auch in der Erforschung der pathologischen Korrelate die eine Alzheimer-Erkrankung bedingen.
Die detailierten Forschungsbericht können Sie hier einsehen.

Über die Projektarbeit und Ergebnisse dieser Studie informieren Sie auf dieser Webseite, die entsprechend aktualisiert wird.
Bisher wurden die Daten von 113 Probanden (gesunde alte Kontrollprobanden, gesunde junge Kontrollprobanden, Patienten mit subjektiven Gedächtnisbeschwerden sowie Patienten mit Alzheimer-Erkrankung) aus der COPCAD-Studie vorverarbeitet und erste Analysen gestartet.

Große Sorgfalt wird dabei auf Qualitätskontrollen und Beseitigung von Artefakten (z.B. durch Kopfbewegung oder Gefäßpulsation) gelegt.

Fokus der Analysen ist die funktionelle Konnektivität des Hippocampus mit neokortikalen Netzwerken. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Konnektivität zwischen dem Hippocampus und anderen, für das Gedächtnis wichtigen Arealen (Hippocampus der Gegenseite, Precuneus, lateraler inferiorer Parietallappen) in unserem Kollektiv sowohl bei Alzheimer-Patienten im Vergleich zu gesunden alten Probanden als auch bei gesunden alten Probanden im Vergleich zu gesunden jungen Probanden reduziert ist. Dabei zeigte sich, dass Alzheimer-Patienten im Vergleich zu gesunden alten Probanden signifikant erhöhte Serum-Kortisolspiegel hatten.
Den gesamten Zwischenbericht können Sie hier einsehen: